Themen, Herausforderungen und erste Lösungsansätze wurden gesammelt.
Offener Beteiligungsprozess
Gemeinsam die Zukunft der Sikh-Community in Hamburg gestalten
Präsentiert und veranstaltet durch die Sikh-Youth in Hamburg
Ein offener, mehrstufiger Beteiligungsprozess: Gemeinsam klären wir, was wir bereits in Hamburg für die Community aufgebaut haben, was noch fehlt und wie das Engagement der Sikhs in Hamburg langfristig getragen werden kann. Lasst uns für die nächsten Generationen der Sikh-Community etwas hinterlassen!
Auf viel Vorarbeit aufbauen
Vieles ist bereits gewachsen
In Hamburg wurde in den vergangenen Jahren bereits viel für die Sikh-Community aufgebaut. Viele Menschen haben mit großem Einsatz Seva geleistet, Schulbesuche ermöglicht, Gurdwara-Arbeit mitgetragen, Projekte gestartet, Bildungsangebote geschaffen, Smagam-Strukturen aufgebaut, Veranstaltungen organisiert und ehrenamtlich Verantwortung übernommen.
Diese Vorarbeit ist ein starkes Fundament. Viele Menschen haben Verantwortung übernommen, Wissen aufgebaut und Räume geschaffen, in denen Sikhi gelebt, gelernt und weitergegeben wird.
Die zentrale Frage ist heute nicht, ob es Engagement gibt. Die zentrale Frage ist, wie dieses Engagement langfristig besser verbunden, unterstützt und gemeinsam weiterentwickelt werden kann.
Ein wichtiger Teil dieser Vorarbeit betrifft auch die langfristige Frage, wie die Sikhi in Hamburg sichtbarer, verlässlicher ansprechbar und perspektivisch anerkennungsfähig werden kann. Dazu haben bereits viele Gespräche mit Anwälten, Behörden, öffentlichen Stellen und weiteren Ansprechpartnern stattgefunden. Diese Gespräche haben geholfen, rechtliche, organisatorische und praktische Anforderungen besser zu verstehen.
Gleichzeitig ist klar: Solche Gespräche ersetzen nicht die Beteiligung der Sangat. Sie zeigen, welche Fragen und Voraussetzungen auf dem Weg wichtig werden können. Eine tragfähige Sikh-Struktur kann nicht nur am Schreibtisch entstehen. Sie muss aus der Community heraus wachsen, von der Sangat verstanden, geprüft und mitgetragen werden.
Deshalb geht es jetzt um einen offenen Beteiligungsprozess: Wir schauen gemeinsam auf das, was bereits entstanden ist, benennen die nächsten Herausforderungen und entwickeln eine Struktur, die Hamburgs Sikh-Community langfristig stärkt.
-
Über die Jahre
Grundlagen & Orte
In Hamburg ist über viele Jahre eine gewachsene Sikh-Community entstanden: durch den Aufbau mehrerer Gurdwaras und durch das Engagement der Sangat selbst. So entstanden Orte für die religiöse Praxis, die Gottesdienste und das gemeinschaftliche Leben der Sikhs.
-
Darauf aufbauend
Bildung & Gurmat
Auf dieser Grundlage entstanden weitere Bildungs- und Vermittlungsangebote, wie Gurmat-Camps, Santhiya-, Punjabi-, Gatka- und Gurmat-Classes sowie weitere Formate zur Weitergabe von Sikhi.
-
In der Community
Jugend, Dialog & Vernetzung
Die Community wurde aktiver. Sie kümmerte sich unter anderem um Sikhi-to-the-Max- und Beamer-Setups in den Gurdwaras, Kirtan-Programme, Amritvela-Programme, Rehnsbai-Kirtans, House-Programme, Japji-Sahib Sewa im Akhand Path, Spendenläufe, Blutspendeaktionen, Tage der offenen Tür, Schulbesuche und Gurdwara-Führungen.
-
Gemeinsam sichtbar
Seva, Projekte & Veranstaltungen
Es entstanden Formate und Initiativen wie Sikh Society, Sikhi2Go, SikhYouthHamburg, Sikh-Workshops in Hamburg und weitere Formate. Auch Projekte wie die Freie Küche wurden etabliert. Zudem hat sich die Community vereinzelt gegenseitig bei Integrationsfragen, Behördengängen und weiteren alltäglichen Herausforderungen unterstützt.
-
Aktuell
Anerkennungsfragen
Heute stellt sich die Frage, wie diese gewachsene Vorarbeit langfristig verbunden, gestärkt und professionell weiterentwickelt werden kann. Dazu gehört auch die Vorarbeit zur langfristigen Anerkennungsfähigkeit der Sikhi in Hamburg.
- Gespräche mit Anwälten, Behörden und öffentlichen Stellen
- Klärung möglicher Anforderungen wie Zählung, transparente Vertretung und nachvollziehbare Struktur
- Erarbeitung einer professionellen Religionsdarstellung als Grundlage für Gespräche
- Prüfung, ob ein Verein oder Trägerrahmen für langfristige Anerkennungsfragen sinnvoll ist
- Entstehung der Idee einer gemeinnützigen „Sikh-Gemeinde Hamburg“ als möglicher Rahmen
- Erkenntnis: Ohne eine nachvollziehbare, gemeinsam getragene Struktur ist Anerkennungsfähigkeit langfristig kaum belastbar darstellbar
- Daraus entsteht die zentrale Frage: Welche Struktur braucht Hamburgs Sikh-Community, damit sie aus der Sangat heraus legitimiert, transparent und zukunftsfähig ist
All das zeigt: Es fehlt nicht an Engagement. Die Frage ist, wie daraus eine langfristig tragfähige, transparente und gemeinsam getragene Struktur entstehen kann.
Warum ein Prozess?
Warum einzelne Initiativen langfristig an Grenzen kommen
Einzelne Initiativen haben in Hamburg bereits viel ermöglicht. Sie sind oft schnell, persönlich, kreativ und nah an den Menschen. Genau dadurch konnten viele wertvolle Projekte, Angebote und Formen von Seva entstehen, die heute geschätzt und weitergetragen werden.
Gleichzeitig stoßen einzelne Initiativen langfristig oft an organisatorische Grenzen. Verantwortung liegt häufig auf wenigen Schultern, Wissen bleibt bei einzelnen Personen, Projekte hängen stark von Einzelpersonen ab, klare Ansprechpartner fehlen nach außen und eine langfristige Planung ist schwierig.
Auch ein kleiner Kreis kann wichtige Vorarbeit leisten und Impulse setzen. Er kann jedoch langfristig nicht die Perspektiven, Bedürfnisse und Verantwortung der gesamten Sangat ersetzen. Deshalb braucht es einen breiteren Beteiligungsprozess mit unterschiedlichen Stimmen: von Jugendlichen, Familien, älteren Generationen, bestehenden Initiativen, Gurdwara-Verantwortlichen und Menschen, die bisher eher still im Hintergrund mitgetragen haben.
Wichtig ist: Es geht nicht darum, bestehende Vereine, Formate oder Initiativen zu ersetzen oder Machtstrukturen zu übernehmen. Vielmehr geht es um ein gemeinsames Miteinander in Initiativen und späteren Arbeitsgruppen.
Ein gemeinsamer Rahmen aus Initiativen und Arbeitsgruppen soll bestehendes Engagement nicht ersetzen, sondern verbinden, stärken und entlasten.
Behörden, Anerkennung und Verantwortung
Gespräche mit Behörden haben neue Anforderungen sichtbar gemacht
In Gesprächen mit Behörden, öffentlichen Stellen und weiteren Ansprechpartnern wurde deutlich, dass für eine langfristige Zusammenarbeit klare, nachvollziehbare und verlässliche Strukturen wichtig sind.
Wer spricht für welche Themen?
Wer trägt Verantwortung?
Wie werden Entscheidungen getroffen?
Wie wird die Sangat eingebunden?
Wie entsteht transparente Zuständigkeit?
Wie wird Anerkennungsfähigkeit belastbar darstellbar?
Diese Gespräche waren wichtige Hinweisgeber. Sie haben geholfen, rechtliche, organisatorische und praktische Anforderungen besser zu verstehen. Sie ersetzen aber nicht die Beteiligung der Sangat.
Die eigentliche Legitimation einer zukünftigen Struktur kann nicht allein aus Gesprächen mit Behörden entstehen. Sie muss aus der Community selbst wachsen und von der Sangat verstanden, geprüft und mitgetragen werden.
Warum Beteiligungsprozess?
Warum die Sangat jetzt mitgestalten soll
Eine langfristige Struktur für die Sikh-Gemeinde darf nicht nur von einem kleinen Kreis gedacht werden. Sie muss die Erfahrungen, Sorgen, Ideen und Fähigkeiten der Sangat aufnehmen. Beteiligung ist deshalb nicht nur Information, sondern die Grundlage für Vertrauen, Verantwortung und Legitimation.
Deshalb beginnt dieser Prozess mit einer offenen Beteiligungsphase. Dort geht es nicht darum, fertige Abteilungen oder endgültige Lösungen zu präsentieren. Es geht darum, gemeinsam zu verstehen: Welche Probleme gibt es? Welche Bedürfnisse fehlen? Welche Zukunft wollen wir der nächsten Generation hinterlassen?
Die Kernfrage lautet: Wie soll die zukünftige Zusammenarbeit und Community-Struktur innerhalb der Sikh-Community Hamburg aussehen?
Offene Fragen
Der Prozess beginnt mit Zuhören, Sammeln und gemeinsamer Reflexion.
Keine fertigen Abteilungen
Die Themen entstehen aus den Rückmeldungen der Sangat.
Gemeinsame Verantwortung
Es geht um eine Zukunft, die von mehr Menschen verstanden und getragen wird.
Deswegen dieser Beteiligungsprozess: Die Sangat wird nicht nur informiert, sondern wirkt daran mit, welche Themen, Prioritäten und Strukturen für Hamburg wirklich gebraucht werden.
Beteiligungsprozess
Die Zukunft der Sikh-Community in Hamburg gemeinsam entwickeln
Der Beteiligungsprozess soll Räume schaffen, in denen die Sangat offen über die Zukunft der Sikh-Community in Hamburg sprechen kann. Gemeinsam blicken wir zurück auf das, was bereits entstanden ist, sammeln aktuelle Herausforderungen, entwickeln Zukunftsbilder und prüfen, welche Struktur langfristig tragfähig sein kann.
Welche Zukunft wollen wir der nächsten Generation hinterlassen – einzelne schöne Momente oder eine lebendige Sikh-Community, in der junge Menschen Verantwortung übernehmen und aktiv mitgestalten können?
Ziele des Beteiligungsprozesses
- Anliegen und Bedürfnisse der Sangat sammeln
- Probleme und Herausforderungen sichtbar machen
- Unterschiedliche Perspektiven einbeziehen
- Gemeinsame Zukunftsfragen diskutieren
- Mögliche Themenfelder erst im Beteiligungsprozess identifizieren
- Menschen finden, die Verantwortung übernehmen möchten
Wie es weitergeht
Von Beteiligung zu Auswertung, Strukturvorschlag und Umsetzung
Die Ergebnisse bleiben nicht in einem kleinen Kreis. Nach Auftakt, Online-Umfrage, Gurdwara-Stand, Interviews und weiteren Formaten werden die Rückmeldungen ausgewertet, zu einem ersten Strukturvorschlag verdichtet und in einem Präsenzmeeting gemeinsam geprüft. Daraus entstehen konkrete Verantwortlichkeiten und nächste Umsetzungsschritte.
-
Schritt 1
Auftaktmeeting in Präsenz: Die Zukunft der Sikh-Community in Hamburg gemeinsam weiterentwickeln
Als erstes Treffen vor Ort gemeinsam zurückblicken, Herausforderungen sammeln, Zukunftsfragen stellen und erste Anliegen der Sangat sichtbar machen.
Die Ergebnisse werden nach dem Auftaktmeeting veröffentlicht.
-
Schritt 2
Nach dem Auftaktmeeting
Jetzt mitmachen
Online-Umfrage: Stimmen aus der Sangat sammeln
Über eine Online-Umfrage werden weitere Stimmen aus der Sangat gesammelt. Dabei soll sichtbar werden, welche Anliegen, Probleme, Bedürfnisse und Bereitschaften zur Mitarbeit bestehen. Die Umfrage bietet besonders Menschen eine Möglichkeit zur Beteiligung, die nicht vor Ort am Auftaktmeeting teilnehmen konnten.
-
Schritt 3
In der anschließenden Beteiligungsphase
Gurdwara-Stand & Interviews
Wir kommen in die Gurdwaras in Hamburg, um zuzuhören, Fragen aufzunehmen und Menschen einzuladen, ihre Perspektive einzubringen. Dabei stehen Fragen im Mittelpunkt wie: Was fehlt in Hamburg? Wo würdest du dich einbringen? Wer könnte aus deiner Sicht Verantwortung übernehmen oder unterstützen?
- Besuche an verschiedenen Gurdwaras in Hamburg.
- Konkrete Termine werden nach dem Auftaktmeeting abgestimmt.
- Die Sangat wird rechtzeitig über Orte und Zeiten informiert.
-
Schritt 4
Nach Abschluss der Rückmeldungen
Auswertung & Menschen identifizieren
Die Ergebnisse aus Workshop, Umfrage und Gesprächen werden zusammengeführt und ausgewertet.
- Top-Themen und wiederkehrende Bedürfnisse erkennen.
- Mögliche Arbeitsbereiche aus dem Feedback ableiten.
- Menschen identifizieren, die Verantwortung übernehmen möchten, und persönliche Gespräche führen.
-
Schritt 5
Nach der Auswertung
Themenmeetings durchführen
Die aus den Rückmeldungen abgeleiteten Arbeitsbereiche werden in kleineren Treffen vertieft.
- Ziel je Treffen: Probleme konkretisieren, erste Maßnahmen sammeln, Aktionsplan und Meilensteine skizzieren sowie 1–2 verantwortliche Personen identifizieren.
-
Schritt 6
Sobald erste Ergebnisse vorliegen
Präsenzmeeting zum ersten Strukturvorschlag
Die Auswertung und ein erster Vorschlag für Struktur, Verantwortlichkeiten und nächste Schritte werden in einem offenen Community-Treffen vorgestellt, geprüft und weiterentwickelt.
- Strukturvorschlag vorstellen und Rückmeldungen aufnehmen.
- Verantwortlichkeiten klären und nächste Schritte abstimmen.
- Bittgebet durch Sukhmani Sahib Paath organisiert im Gurdwara Grandweg durch alle Jugendliche für dieses Vorhaben.
Wo wir gerade stehen
Der Auftakt ist geschafft. Jetzt zählt deine Stimme.
Rund 60 Menschen haben beim Auftaktmeeting gemeinsam Themen, Herausforderungen und erste Lösungsansätze gesammelt. Jetzt geht es um den Aufbau von Strukturen und Verantwortlichkeiten. Mit der Online-Umfrage kann sich die gesamte Sangat aktiv einbringen und mitgestalten, wie dieser Weg weitergeht.
Umfrage, Gespräche, Gurdwara-Stand und weitere Formate sammeln Stimmen und Bereitschaft.
Die Stimmen werden gebündelt und in einen ersten Vorschlag für Struktur und Verantwortlichkeiten übersetzt.
Ergebnisse des Beteiligungsprozesses
Was wir aus der Sangat gehört haben
Hier führen wir die Ergebnisse der einzelnen Beteiligungsschritte zusammen. Den Auftakt bilden das Treffen in Präsenz und die laufende Online-Umfrage.
Ergebnisse Auftaktmeeting Was wir gemeinsam gesammelt haben Am 04.07.2026 kamen Community-Mitglieder zum Auftaktmeeting in Präsenz zusammen, um die Zukunft der Sikh-Community in Hamburg gemeinsam weiterzuentwickeln: zurückblicken, Herausforderungen sammeln, Zukunftsfragen stellen und erste Anliegen der Sangat sichtbar machen. Der Auftakt hat gezeigt: 80 Menschen haben sich angemeldet, rund 60 waren vor Ort und viele Stimmen wünschen sich eine transparente, gemeinsam getragene Struktur.
Zusammenfassung
Gemeinsam zuhören, Verantwortung übernehmen, Zukunft gestalten
Am Samstag, den 04.07.2026, kamen rund 60 Mitglieder der Sikh-Community in Hamburg zu einem gemeinsamen Workshop zusammen. Ab 09:30 Uhr nutzten die Teilnehmenden nach der Anmeldung bei Kaffee die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und neue Kontakte zu knüpfen.
Zum Einstieg sorgten zwei Icebreaker für Bewegung und Austausch: Die Teilnehmenden positionierten sich nach Stadtteilen sowie nach Generationen. Dadurch wurde schnell sichtbar, wie vielfältig die Hamburger Sikh-Community ist und wie viele unterschiedliche Lebenswege, Erfahrungen und Perspektiven zusammenkommen.
Anschließend gab Robin Singh einen historischen Überblick über die Entstehung der Sikh-Community in Hamburg. Dabei ging es um erste Kontaktpunkte von Sikhs mit Hamburg, Einreisegeschichten sowie die Entwicklung der Community von Sikhs mit deutschen, punjabi und afghanischen Wurzeln.
In der ersten Gruppenarbeit sammelten die Teilnehmenden Herausforderungen der Sikh-Community in Hamburg. Genannt wurden unter anderem fehlende Aufklärung über Sikhi in Schulen und Behörden, fehlende Ansprechpersonen für öffentliche Stellen, unzureichende Infrastruktur und Plattformen für die Community, mangelnde Einbindung sowie fehlende Angebote für mentale Unterstützung. Auch Themen wie mehr deutschsprachige Angebote in Gurdwaras, der Wunsch nach einem Nagar Kirtan und langfristige Strukturen für Gurdwaras wurden angesprochen.
Dabei kristallisierte sich ein zentraler Punkt heraus: Viele Herausforderungen hängen mit fehlenden langfristigen Strukturen zusammen. Projekte und Initiativen entstehen häufig mit großem Engagement, enden jedoch nach kurzer Zeit, weil klare Verantwortlichkeiten, Ansprechpartner und dauerhafte organisatorische Rahmen fehlen. Für eine nachhaltige Zusammenarbeit mit Behörden braucht es daher eine Struktur, die langfristig handlungsfähig bleibt.
Nach einer kurzen Pause stellte Harsimran Singh das Projekt zur Anerkennung der Sikh-Religion in Hamburg vor. Er zeigte auf, dass in Hamburg bereits viel Engagement vorhanden ist: Gurmat-Camps, Samagams, der erste Samagam in Hamburg, Sikh-Workshops, Kaurs Vichar, Sikhi2Go, PsychKaur, Nachhilfeangebote, Sportvereine und kulturelle Initiativen wie Punjab Hockey Club, Indian Football Hamburg oder DJV Bhangra. Gleichzeitig wurde deutlich, dass viele frühere Arbeitsgruppen und Initiativen aufgrund fehlender langfristiger Strukturen nicht weitergeführt werden konnten.
Das Anerkennungsprojekt selbst ist aus der Sangat heraus entstanden und gewachsen. Gespräche mit Behörden und dem Religionsausschuss haben bereits stattgefunden. Für eine mögliche Anerkennung durch einen Staatsvertrag braucht es jedoch eine langfristige, verlässliche Struktur als Ansprechpartner. Bereits gesammelt wurden rund 1.000 Unterschriften als erster Census der Hamburger Sikh-Community. Zusätzlich wurde ein rund 30-seitiger Entwurf zur Darstellung der Sikh-Religion erstellt.
Aus diesem Prozess entstand die Sikh-Gemeinde Hamburg als gemeinnütziger organisatorischer Rahmen. Der Beteiligungsprozess soll nun dabei helfen, Verantwortung zu verteilen, Menschen einzubinden und eine langfristige Struktur für die Sikh-Community in Hamburg aufzubauen.
In der Mittagspause kamen die Teilnehmenden bei Pizza und Getränken weiter ins Gespräch, tauschten Ideen aus und diskutierten mögliche Lösungen. Danach leiteten Sukhmanjit Singh und Harpreed Kaur die zweite Gruppenphase an. Gemeinsam entwickelten die Teilnehmenden langfristige Lösungsansätze für die zuvor genannten Herausforderungen. Die Ergebnisse wurden auf Postern festgehalten und anschließend vorgestellt.
Der Workshop wurde von den Teilnehmenden sehr positiv aufgenommen. Viele betonten, dass ein solcher Raum für Austausch, gemeinsame Planung und langfristige Verantwortung in Hamburg bisher gefehlt habe.
Der Beteiligungsprozess soll dazu beitragen, eine tragfähige Struktur mit klaren Verantwortlichkeiten zu schaffen. Ziel ist es, langfristig mit Behörden zu kommunizieren, die Sikh-Community stärker einzubinden und einen nachhaltigen Beitrag für die Hamburger Gesellschaft zu leisten.
Zusammenfassung: Gurleen Kaur
Erste Rückmeldungen
Die Gruppenarbeiten zeigten deutlich: Die Teilnehmenden wünschen sich nicht nur einzelne Projekte, sondern einen langfristigen gemeinsamen Rahmen für die Sikh-Community in Hamburg. Immer wieder genannt wurden eine zentrale Anlaufstelle, klare Verantwortlichkeiten und eine verlässliche Vertretung gegenüber Behörden, Schulen und der Öffentlichkeit.
Bildung und Wissensvermittlung
Ein weiterer Schwerpunkt war Bildung und Wissensvermittlung. Diskutiert wurden deutschsprachige Angebote in Gurdwaras, interne Fortbildungen, Lehrmaterialien über Sikhi, Schulungen für Lehrkräfte sowie digitale Wissensplattformen und Bibliotheken. Dadurch sollen sowohl die eigene Community als auch die Hamburger Gesellschaft besser über Sikhi informiert werden.
Sichtbarkeit und Teilhabe
Auch Sichtbarkeit und Teilhabe spielten eine wichtige Rolle. Die Teilnehmenden nannten professionelle Öffentlichkeitsarbeit, Veranstaltungen wie Tage der offenen Tür, Langar- oder Blutspendeaktionen, einen Nagar Kirtan in Hamburg sowie einen stärkeren Austausch zwischen jüngeren und älteren Generationen.
Beratung und Unterstützung
Darüber hinaus wurden Beratungs- und Unterstützungsangebote als wichtig angesehen - etwa zu mentaler und körperlicher Gesundheit, Diskriminierung, Barrierefreiheit und Fragen des Alltags.
Langfristige Grundlagen
Digitalisierung, transparente Finanzierung, bessere Infrastruktur und gemeinsame Plattformen wurden als weitere Grundlagen für eine langfristig handlungsfähige Community genannt.
Agenda des Auftaktmeetings
- Ankommen, Kennenlernen und gemeinsamer Start
- Rückblick: Wie entstand die Sikh-Community in Hamburg
- Zuhören und Sammeln: Anliegen, Bedürfnisse und Herausforderungen
- Themen bündeln und Schwerpunkte sichtbar machen
- Zukunft gestalten: Visionen, Ideen und erste Lösungsansätze
- Zusammenfassung und nächste Schritte
Transparenz: Finanzen und Organisation
Dank, Unterstützung und Transparenz
Der Auftakt-Workshop wurde im organisatorischen und finanziellen Rahmen durch Ekroop Singh, Narinder Singh, Harsimran Singh, Sukhmanjit Singh und Robin Singh ermöglicht.
Bei der Vorbereitung und Durchführung unterstützten außerdem Sanvir Singh, Harman Singh, Ronak Singh, Bipenpreet Kaur und Jobenpreet Kaur mit großem Einsatz.
Die Kosten für Räumlichkeiten, Verpflegung, Getränke und Organisation betrugen insgesamt 1.500,00 €. Die Teilnehmenden vor Ort unterstützten den Workshop mit Spenden in Höhe von 1.905,00 € über PayPal sowie 190,00 € in bar.
Der verbleibende Betrag von 595,00€ wird für die weiteren Schritte im Beteiligungsprozess eingesetzt oder für einen gemeinnützigen Zweck innerhalb der Community gespendet. Über die konkrete Verwendung wird transparent informiert.
Vielen Dank an alle, die durch ihre Zeit, ihr Engagement und ihre Unterstützung zum Gelingen dieses gemeinsamen Tages beigetragen haben.
Einblicke
Workshop-Foto 1 / 36
Arbeitsphase 1 / 31
Ergebniswand 1 / 14
Laufende Beteiligung Ergebnisse der Online-Umfrage Die Online-Umfrage ist am 05.07.2026 gestartet. Bringt eure Erfahrungen, Anliegen und Ideen ein, damit wir gemeinsam mögliche Strukturen, Arbeitsbereiche, Projekte und Verantwortlichkeiten für die Zukunft entwickeln können. Hier seht ihr die laufend aktualisierte, anonymisierte Auswertung der bisherigen Antworten. Rückmeldungen – Bisher eingegangene Antworten auf die Online-Umfrage. Aktive Beteiligung – Menschen möchten sich konkret einbringen. Mehrfach engagiert – Personen möchten sich auf mindestens zwei Arten einbringen. Nur informiert – Aktuell ohne gewählte aktive Mitarbeit. Zuletzt aktualisiert: wird geladen …
Altersverteilung
Wer hat geantwortet?
Inhaltliche Rückmeldungen
Welche Themen wurden gesammelt?
Die anonymisierten Rückmeldungen werden in verständlichen Themenbereichen zusammengefasst.
- Vertretung und KirpanBehörden besser informieren und verlässliche Regelungen schaffen
- Jugend, Bildung und TeilhabeJugendliche einbinden, Bildungsangebote stärken und sichere Räume schaffen
- Transparenz und StrukturenEntscheidungen nachvollziehbar machen und Verantwortlichkeiten klären
- Kulturelle Bildung und MusikLernangebote und kulturelle Zugänge verbessern
- Räume und InfrastrukturSicherheit, Sauberkeit und Barrierefreiheit verbessern
- Zusammenhalt, Sichtbarkeit und gesellschaftliche TeilhabeGemeinschaft stärken, neue Menschen einbinden und gesellschaftlich sichtbarer werden
Die Aussagen wurden anonymisiert und inhaltlich zusammengefasst. Die Themenbereiche dienen der übersichtlichen Auswertung, sind keine beschlossene Struktur und können im weiteren Prozess ergänzt oder angepasst werden.
Thematische Nennungen
Wie häufig wurden sie genannt?
Mehrere Themen pro Antwort waren möglich.
Bereitschaft zur Mitarbeit
Wie möchten sich Menschen einbringen?
Updates
Updates erhalten
Trage dich ein, wenn du über Updates, Ankündigungen und Ergebnisse im Beteiligungsprozess informiert werden möchtest. So können wir dich über nächste Schritte und Möglichkeiten zur Beteiligung auf dem Laufenden halten.
FAQ
Häufige Fragen zum Beteiligungsprozess
Ist die SGH schon fertig entschieden?
Es gibt bereits Vorarbeit und einen möglichen organisatorischen Rahmen. Der Beteiligungsprozess soll aber bewusst offen bleiben, mehr Stimmen aus der Sangat einbeziehen und gemeinsam klären, welche Struktur Hamburg wirklich braucht.
Warum gibt es diesen Beteiligungsprozess?
Weil langfristige Gemeindearbeit Vertrauen, Beteiligung und geteilte Verantwortung braucht. Der Prozess soll sichtbar machen, welche Anliegen, Herausforderungen und Bedürfnisse in der Sangat vorhanden sind, bevor konkrete Themenfelder oder Arbeitsweisen festgelegt werden. Ein kleiner Kreis kann Vorarbeit leisten, aber die Richtung muss breiter getragen werden.
Warum reichen einzelne Initiativen langfristig nicht aus?
Einzelne Initiativen haben sehr viel ermöglicht und sollen wertgeschätzt werden. Langfristig können sie aber an organisatorische Grenzen kommen, wenn Verantwortung auf wenigen Schultern liegt, Wissen bei einzelnen Personen bleibt oder klare Ansprechpartner nach außen fehlen.
Welche Rolle spielen Behörden?
Gespräche mit Behörden haben Anforderungen sichtbar gemacht: klare Ansprechpartner, transparente Zuständigkeiten und verlässliche Strukturen sind wichtig. Die Richtung einer zukünftigen Struktur muss aber gemeinsam mit der Sangat entwickelt werden.
Geht es um Anerkennung?
Anerkennungsfähigkeit ist ein langfristiges Thema. Der Prozess behauptet keine sichere Anerkennung und keinen Auftrag von Behörden. Er fragt, welche Voraussetzungen Hamburg gemeinsam aufbauen müsste, wenn die Community langfristig sichtbar und verlässlich ansprechbar sein möchte.
Geht es darum, bestehende Gurdwaras oder Initiativen zu ersetzen?
Nein. Bestehende Gurdwaras und Initiativen haben viel aufgebaut und sollen nicht ersetzt werden. Es geht ausdrücklich nicht um eine Machtübernahme bestehender Vereine oder Formate. Auch Initiativen wie SikhWorkshop, SikhYouthHamburg oder andere bestehende Angebote sollen nicht verdrängt werden. Der Prozess soll helfen, Engagement besser zu verbinden, Verantwortung zu teilen und langfristige Zusammenarbeit zu ermöglichen.
Was passiert mit den Ergebnissen des Beteiligungsprozesses?
Die Ergebnisse sollen zusammengefasst, transparent zurückgespielt und mit weiteren Stimmen aus der Sangat ergänzt werden. Erst daraus können spätere Themenrunden und ein gemeinsam prüfbarer Strukturvorschlag entstehen. Der Beteiligungsprozess ist damit ein Startpunkt, kein Abschluss. Wenn eine Struktur gemeinsam geklärt ist, kann sie später auf einer neuen Webseite transparent dargestellt werden.